Meine Öhrchen gehören mir!

Durch meine Fotografentätigkeit tummel ich mich regelmäßig in verschiedenen social media Kanälen.

Heute war wieder Zeit für etwas networking.

Insta geöffnet und hashtags verfolgt.

Cane Corso mit ohne Ohren.

Dogo Argentino Welpe..frisch kupiert, Verbände um den Kopf, mit glücklichem Besitzer im Hintergrund.

Dobermann Post mit ohne Ohren, Besitzer bewirbt seinen tollen Rüden als waren Kämpfer.

Italinischer Züchter zeigt wie toll der dropsige Welpe bald mit ohne Ohren aussieht.

Und mein Herz fängt an zu bluten...

Der nächste Pitbul folgt..Öhrchen sind noch blutig,sie wurden wohl vor nicht allzu langer Zeit kupiert.Die Instagemeinde feiert dieses Bild.

Ich schau Frieda an, die sich gerade ihre vorhandenen Ohren kratzt.

Frieda ohne Ohren? Das wäre wie eine Fledermaus ohne Flügel! Ich liebe ihre Ohren, die gehören zu ihr!

Oft scrolle ich bei diesen Bildern weiter, grummel vor mich hin, bemitleide die Ohrlosen..

Doch heute nicht- das macht mich einfach so wütend!

Wie können Menschen sich das Recht herausnehmen Ohren und Schwänze, für ein pures Schönheitsideal, abschneiden?!

Ich mag nicht mehr weiterscrollen..

Kamera geschnappt.Hunde und Herrchen geschnappt. Öhrchenfotos gemacht.

Welt, schaut her!So toll sind Hunde mit Ohren!

Wo sollte ich sonst stundenlang Dreck rauspulen, wenn sich Spencer wieder ein Schlammbad gegönnt hat.

Was macht sonst so tolle Geräusche, wenn sich Frieda schüttelt?

Öhrchen müssen beim Flitzen fliegen!

Nun werde ich Öhrchenfotos posten..ich werde sie einfach damit bombadieren...Öhrchenspam!

Ich weiß das dies viele nicht interessieren wird, weiterscrollen.abhaken.

Ich mag aber nicht mehr abhaken!

 

Gerne dürft ihr meine hashtags nutzen:

#meineöhrchengehörenmir

#myearsbelongtome

Auf meiner FB Seite sammel ich gerade "Öhrchen-Fotos" für eine Collage, ich freue mich wenn ihr mitmacht!

www.facebook.com/dieandereART

 

Frieda und das Meer

Frieda und Wasser sind scheinbar zwei Komponenten, die nicht zusammen passen.
Kommt es von oben ist es wunderbar, Duschen findet sie zum Beispiel ganz fantastisch.
Kann man drüber laufen ist es ebenfalls ganz prima.

Wattenmeerschlick und Schlamm bestehen auch aus Wasser- da kann man wunderbar den Kopf hineinhalten und lustige Blasen machen.
Will Frauchen den Garten mit dem Schlauch wässern, ist es ein großer Spaß wenn auch Frieda gewässert wird.
Aber wehe...wehe..wehe..wenn Friedas Füße im Wasser keine Bodenberührung mehr haben.
Da geht die "Minnie Mouse" nämlich unter. Wie ein Stein. Plumps und weg.Beinlos und Ahnungslos.
Jeder Hund kann schwimmen? Nein, die Frieda nicht.

Und dabei wohnt Madame doch im Miesmuschelrudel. Hier kann jeder Hund schwimmen- und liebt es! Nur die Frieda nicht...
Heute morgen durfte ich hinterher hechten..da ist die Frieda vom Bootssteg gefallen, weil sie ihrem Spencer zu sehr hinterherschmachtete-der schwimmt nämlich wie eine Robbe.
Molosserkopf zu schwer und weg war das Hundekind.Und was macht das engagierte Frauchen?Richtig!Hüpft hinterher.Keine Sorge, wir sind beide unbeschadet wieder an Land gekommen...
Ich werde wohl nun eine Schwimmweste für den nächsten Nordseeurlaub kaufen.

Shooting mit Hector`Pfote

3.15 Uhr. Der Wecker klingelt. Als Tierfotografin steht man öfter zu unmöglichen Zeiten auf..

Doch heute war ich schon wach.Donnergrollen, Regenlärm und Blitzlichtgewitter hat dies schon eine halbe Stunde vorher erledigt.Zähneknirschend nehme ich das Handy:Plan B muss her, Sonnenaufgang fällt ins Wasser.Das miesmuschelrudel freuts, so kann man noch länger vor sich hin dösen.

Um 8.30Uhr gehts dann endlich los.

Mit dem Team von Hector`s Pfote treffen wir uns am See. Die neue Kollektion soll abgelichtet werden. Spencer ist ein alter Hase im Fotogeschäft.Sieht er eine Kamera fängt er an zu posen-das Problem: Er hört damit nicht mehr auf und verkündet laut seinen Unmut, wenn er mal nicht im Scheinwerferlicht steht.

Frieda hingegen ist das Hippiemädchen, sie verschenkt Liebe. An jeden.Immer.Auch wenn manche Menschen dies gar nicht möchten.Beim Fotografieren posiert sie gerne als "Robbe" und benötigt ein wenig Motivation, damit sie nicht immer dösig schaut.

Hector hielt vom Shooten ungefähr soviel, wie ich von Hackbraten-nämlich nix!Warum in die Kamera gucken, wenn man doch schwimmen kann oder mit Frau Frieda flitzen? Recht hat er ja, der Hector.Doch Arbeit geht vor;)

Produktfotos im Kasten.

Nun gehts an die Farbexplosion.Diesen Sommer will ich was tolles für meine Kunden.Was richtig Tolles.Bunt.Und knallig.Ein Holy Shooting für Hunde!Und natürlich müssen meine das Werbegesicht sein.Farbbeutel raus und los gehts.Was ein Spaß.Ich bin ganz begeistert.Bereits die OOC begeistern mich..begeistern mich so sehr, das ich nicht mit bekomme, wie Tobefrieda und Flitzehector auf mich zugerannt kommen..und nicht mehr bremsen.Miesmuschel dahingestreckt (nein, davon gibt es keine Bilder!)Und bevor die tierschützer nun hysterisch Peta anrufen.alles Gut!Das Pulver ist absolut biologisch und so..und alle Hunde haben es überlebt.

Gekommen um zu bleiben

Fanta braucht Fotos.Weil Fanta ein Zuhause braucht.Und Hunde mit guten Fotos, haben bessere Vermittlungschancen.

Also mache ich mich auf den Weg zu ihrer Pflegestelle.

Fanta und ihr Pflegefrauchen erwarten mich vor der Tür.

Fanta schaut skeptisch..so klein, denke ich.

Fanta schaut weiterhin skeptisch hinter Pflegefrauchens Bein zu mir.

So klein und ohne Zuhause denke ich.

Ich zeige ihr meine Hundeleckerchen.

Fanta (nicht mehr skeptisch) findet sie toll und ist nun einer Begrüßung nicht mehr abgeneigt.Hundekekse sind toll!Gerade als ehemaliger Straßenhund findet man die besonders toll.

Wir machen uns auf den Weg zum nahegelegenen Park.

Das Pflegefrauchen erzählt von Fanta.

Strassenhund auf Sardienen.Ca.10 Monate.Seid 3 Wochen in Deutschland.Bis dato kein Interessent.Zuhauselos.Dabei ist sie doch gekommen um zu bleiben.In einem richtigen Zuhause, nicht nur eins auf Zeit.

Ihr "Aufzeitzuhause" hat ihr schon tolle Sachen gezeigt.Heute waren sie schwimmen, das fand sie super.Ihr Fell ist immer noch etwas nass.

Wir haben es uns mittlerweile auf der Gänseblümchenwiese gemütlich gemacht.

Fanta beschnüffelt neugierig meine Kameratasche, Kekse sind immer noch toll.Und das ich sie fotografiere ist gar nicht schlimm, dabei mache ich komische Geräusche-das findet Fanta lustig.

Wir robben über die Wiese, ich von Fanta weg für eine Ganzkörperaufnahme, sie hinterher.

An mir dran liegen ist besser-außerdem habe ich Kekse.

Andere Hunde mit ihren Herrchen gehen an uns vorbei.Fanta schaut nur mit ihren Junghundkulleraugen.

Ich denke "die haben ein Zuhause".

Die Bilder sind im Kasten, Pflegefrauchen glücklich und berichtet wie sehr bereits ihr Herz an Fanta hängt, Fanta ist noch zuhauselos und ich fahre nach Hause und erzähle meinen Hunden von Hunden die kein Zuhause haben...

Sollte nicht jeder ein Zuhause haben?!Zuhause ist da, wo das Herz wohnt..Fantas Herz wohnt in ihrer Pflegefamilie-so dramatisch wie ich das alles finde, sieht sie das nicht.Sie ist angekommen-jetzt muss sie bleiben dürfen!Und ZUHAUSE sein.

Wenn ihr Interesse an Fanta habt, dann meldet euch über ProTier-eV

 

+++Edit+++ Voller Freude kann ich berichten, dass Fanta ihr ZUHAUSE gefunden hat!

 

 

Regenbogenshooting mit Emma

Vor einigen Tagen erhielt ich über das Regenbogenfotografen Netzwerk eine Shootinganfrage.
Emma..viel Zeit bleibt nicht mehr...
So machte ich mich heute auf den Weg und besuchte sie und ihre Familie.
Auf der Hinfahrt gingen mir viele Gedanken durch den Kopf..wie wird es sein?Bekomme ich schöne Fotos hin?Die Sonne scheint viel zu hell für meine kleine Shootingwelt..aber vor allem:
Wie wird Emma sein?
Emma begrüßt mich bereits an der Haustür. Große Augen, noch größere Ohren und ein wedelnder Schwanz.
Ich werde ausgiebig beschnüffelt und geküsst und wir lernen uns kennen.Emma erzählt von ihrer Krankheit, das konnte sie alleine durch ihre Augen.Doch es war auch etwas anderes in ihrem Blick.
Mit ihrem Herrchen und Frauchen geht es in den Park.
Da zeigte Emma was es heißt ein Dobermann-Vizsla-Mix zu sein. Emma liebt nämlich ihr Bällchen.Und sie zeigt wie toll man flitzen kann.
Da stört sie es kaum, wenn man im Margaritenfeld ein Päuschen macht und ich mich mit der Kamera bewaffnet an sie ranrobbe. Frauchen hat ja Bällchen in der Hand!
Herrchen und Frauchen erzählen von Emma, sie war bereits mit 1,5Jahren schwer Herzkrank und schaffte den Weg ins Leben zurück.
Jetzt ist sie 6 Jahre.Der Körper befallen von unzähligen Tumoren.Krebs im Endstadium.
Doch Emma war 6 Jahre in ihrem Leben, 6 gemeinsame Jahre! Dafür sind beide unendlich dankbar.
Emma fliegt über die Wiese, fliegende Ohren, Lachen im Gesicht und da sehe ich es.
Das „Etwas“ in den Augen.Emma ist glücklich.Ein fantastischer Tag.Hier und Jetzt.Bällchen, Frauchen, Herrchen, Sonne, der See, Lebensfreude, Sonnenschein auf 4 Pfoten, mit hängender Zunge-ihr Markenzeichen wie Frauchen erzählt.
In ihren Augen spiegelt sich all das wieder. Emma trauert nicht,sie ist glücklich, vielleicht weiß sie das sie bald über die Regenbogenbrücke geht, doch für sie zählt das Hier und Jetzt.
Herrchen wirft den Ball, Emma flitzt.
Vielleicht sind es diese Dinge im Leben die uns im Alltag manchmal verloren gehen?Die kleinen fantastischen Tage?Nicht darüber nachdenken, was morgen ist?
Emma, ich freue mich von Herzen dich und deine Familie kennen gelernt zu haben.
Mach`s gut, kleine Rennmaus